Gordana Rammert – OB-Kandidatin

Hallo Bielefeld, es folgt mein Steckbrief:

Ich wurde am 18.07.1987 in Bielefeld geboren und lebe nunmehr seit 33 Jahren in dieser schönen Stadt. Nachdem ich die Fröbelschule und später das Ceciliengymnasium besucht habe, fing ich 2009 an mit meinem Studium der Soziologie und Sozialwissenschaften, natürlich an der Universität Bielefeld. 2010 kam meine wundervolle Tochter auf die Welt, die ich seitdem alleine erziehe.

Berufliches

Seit meinem 13. Lebensjahr bin ich durchgehend berufstätig, nach ersten Erfahrungen beim Zeitungen verteilen und Stationen im Lebensmitteleinzelhandel, dem Weihnachtsmarkt (Fischbrötchen!), der Fahrgastbefragung im ÖPNV, wo ich mein Leben in vollen Zügen genießen konnte, arbeite ich seit 2015 auch an der Universität Bielefeld an der Technischen Fakultät, kurzzeitig auch am Institut für Konflikt- und Gewaltforschung in einem Drittmittelprojekt ‚Connecting Research on Extremism‘ (CoRE) gefördert durch das Land NRW und geleitet durch Prof. Dr. Andreas Zick. 

Seit Februar 2020 bin ich zudem Schülerlotsin an der Diesterwegschule in Bielefeld und trage Sorge dafür, dass die Grundschulkinder morgens sicher zur Schule kommen. Als Journalistin unterstütze ich die Arbeit für den Volksverpetzer, ein Blog, der Fakten überprüft, politische Analysen veröffentlicht und sich für ein gemeinsames, soziales Leben einsetzt und klar gegen Hass und Hetze ausspricht.

Dadurch, dass meine Eltern mich erst sehr spät bekommen haben, blieb es nicht aus, dass sie auch früh verstarben. Mein Vater war seit meinem 6. Lebensjahr ein Pflegefall und wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2008 von meiner Mutter und mir gemeinsam gepflegt, sie hat ihren Beruf auch aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen und die häusliche Pflege übernommen.
Defizite im Gesundheitssystem wurden mir bereits dort vor Augen geführt und als meine Mutter in den letzten Jahren zunehmend unselbständiger wurde, verschärfte sich dies erneut. Der Aspekt „pflegende Angehörige“ war zu dem Zeitpunkt wissenschaftlich leider noch gar kein Thema, entsprechende Hilfsangebote für Angehörige waren nicht vorhanden oder falls doch, nicht bekannt und konnten die Angehörigen auch nicht zielgerichtet erreichen.

Wege in die Politik

Politisiert wurde ich 2011 mit der Wahl als Elternbeirat in der Kita meiner Tochter, im selben Jahr ließ ich mich in den Jugendamtselternbeirat (JAEB) und den Jugendhilfeausschuss wählen, 2012 wurde ich dort Vorsitzende und blieb es bis 2016. In der Zeit wurde mir klar, dass konstruktive Politik soviel zielführender ist als destruktiv alles satirisch zu vermarkten – eine der Lehren aus der Vergangenheit in der Partei ‚Die PARTEI‘, wo ich zunächst aus Protest „gegen die da oben“ Mitglied war. Ich habe mir damals gesagt: „Entweder du bist gegen die da oben und sauer und lehnst alles ab, oder du wirst selbst aktiv – wenn nicht für dich, dann für alle, die nach dir kommen.“ Aus diesem Grund mache ich bis heute Politik und möchte weiter Politik machen. 

Darum kandidiere ich am 13.09.2020 zur Kommunalwahl!

Politik – jetzt wurde es ernst!

2016 schied ich aus dem JAEB aus, da meine Tochter nun in die Grundschule kam und damit automatisch die Mitgliedschaft im JAEB endet. Gleichzeitig hat mich die Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN gefragt, ob ich mir vorstellen könne, künftig Schulpolitik zu machen. So wurde ich 2016 dann Mitglied des Schul- und Sportausschusses und war statt beratend nun sogar stimmberechtigt. Als schulpolitische Sprecherin habe ich auch nach Ansicht der Presse diszipliniert mitgearbeitet und mir so auch Anerkennung bei den anderen Parteien erarbeiten können. 

Mit Schulpolitik kann man keinen Blumentopf gewinnen, da vieles Landes- oder Bezirksregierungsregelungen sind. Dennoch konnten wir auch durch mein Engagement die Schuljahresbudgets nach 17 Jahren erstmalig – und seitdem kontinuierlich – erhöhen, dies gilt auch für die Medienpauschale. 

Arbeiterkind

Als Kind einer „Malocher-Familie“ in welcher Geld nicht immer ausreichend zur Verfügung stand und ein Pflegeheimplatz finanziell nicht zu stemmen war, musste ich lernen wieviel Exklusion Armut wirklich bedeutet. Auch wenn meine Mutter mir vieles ermöglicht hat, so blieb Einiges auf der Strecke, da die Pflege Vorrang hatte. Abiball? Gab es nicht, das Geld wurde dringender an anderen Stellen benötigt. Ich kenne dieses „unten“ und auch jetzt als alleinerziehende Mutter kenne ich die Sorgen und Nöte von Menschen in unserer Stadt, die auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sind. Selbst mit zwei Jobs ist kein auskömmliches Einkommen für uns zwei gesichert und jeder Monat bringt neue Herausforderungen mit sich. Herausforderungen, denen ich mich stelle und denen ich mit Mut und Engagement begegne.

Ehrenämter

Neben der Ausschusstätigkeit bin ich bereits in meiner Jugend ehrenamtlich im Altersheim Rosenhöhe tätig gewesen, später dann als Streitschlichterin am Ceciliengymnasium und dann im Förderverein der Kita meiner Tochter, in der Schulpflegschaft der Grundschule war ich ebenfalls engagiert, wollte dies jedoch nicht weiterführen, damit man mir keine Befangenheit im politischen Bereich unterstellen kann.

Weitere und aktuelle Ehrenämter sind die Tätigkeit im Anstaltsbeirat der JVA Bielefeld-Brackwede und als Schöffin am Amtsgericht in Jugendstrafsachen.

Ich bin Mitglied im Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung vom Deutschen Kinderhilfswerk.

Seit Ende Januar bin ich zudem erste Vorsitzende der Piratenpartei Bielefeld, auch bei Landes- und Bundesparteitagen unterstütze ich im organisatorischen Bereich wie der Akkreditierung oder der Versammlungsleitung. An Tagen der politischen Arbeit übernehme ich die Moderation für Themenbereiche wie Schule und Soziales.

Ohne Fleiß kein Preis

Hier findet Ihr meine Termine der vergangenen Jahre: 2020, 2019, 2018.
Mit Politik wird man nicht reich: ein Justizbeiratstermin gibt 16€ Aufwandsentschädigung, ein Schöffentermin 6€/h, eine Ausschusssitzung 37,50€. Der Zeitaufwand für so einen Ausschuss ist jedoch mit gut und gerne 10h zu beziffern. Bei Kommunalpolitik zahlt man also am Ende drauf, das mache ich jedoch gerne, weil es mir wichtig ist etwas zu bewirken.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s