Künftig keine Ponykarussells mit lebenden Tieren zulassen

Gordana Rammert, OB-Kandidatin für BÜRGERNÄHE und PIRATEN kritisiert, dass auf der Kirmes auf der Radrennbahn wieder ein sogenanntes Ponykarussell steht.

„Leder musste ich am vergangenen Donnerstag beim Besuch der Kirmes auf der Bielefelder Radrennbahn mit meiner Tochter feststellen, dass auf dem Pop-up Freizeitpark an der Radrennbahn auch ein Ponykarussell steht. Wäre dies im Vorfeld für uns ersichtlich gewesen, hätten wir diese Veranstaltung nicht noch mit einem Eintrittsgeld unterstützt, sondern ganz gemieden.“

Ponys sind – wie alle Pferde Herden- und Fluchttiere. Die dauerhafte Lärmbeschallung der umliegenden Fahrgeschäfte und Menschenmassen versetzen Ponys in anhaltenden Stress. Hinzu kommen einseitige Bewegungsabläufe, welche anatomische Erkrankungen des Bewegungsapparates hervorrufen können.

Der Missbrauch der Tiere als „Rondell-Maschinen“ vermittelt Kindern ein völlig falsches Bild vom Umgang mit lebenden Mitgeschöpfen. Die Ponys werden ständig von einem Volksfest zur nächsten Kirmes transportiert. Dabei wartet jede Veranstaltung mit unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort auf. Oft stehen nicht einmal Freilau­fflächen zur Verfügung, auf denen sich die Tiere nach ihrem stundenlangen Arbeitseinsatz erholen können. 

„Eine Kirmes kann zahlreiche alternative kindgerechte Fahrgeschäfte anbieten, die keine lebenden Tiere benötigen. Wenn das Ponykarussell nicht mehr da ist, wird es nach kürzester Zeit völlig in Vergessenheit geraten“, so Gordana Rammert. „Unmittelbar nach unserem Besuch habe ich Kontakt zu Bielefeld Marketing aufgenommen. Die Ansprechpartner gaben jedoch an, keine Verantwortung zu tragen, da ausschließlich der Schaustellerverein die Beschickung des Marktes übernommen habe. Deshalb sind jetzt Politik und der Schaustellerverein in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Rechte von Tieren auf artgerechte Haltung beachtet werden und unsere Kinder auf der Kirmes kein falsches Bild vom Umgang mit Tieren bekommen.“

In unserem diesbezüglichen Schreiben an den Schaustellerverein schreiben wir: Wir werden zukünftig bei der Genehmigung von Märkten verstärkt darauf achten, dass Ponykarussells nicht mehr angeboten werden. Diesbezüglich weisen wir auch noch darauf hin, dass sich die Stadt Bielefeld gegen Standortgenehmigungen für Zirkusse mit Wildtieren ausgesprochen hat, um generell dem Tierschutz und der Beachtung der Tierrechte gerecht zu werden

Ein Kommentar

  1. Vermutlich waren sie es nie, heute sind solche „Ponykarussells“ auf jeden Fall nicht mehr zeitgemäß und eine Tierquälerei. Angeblich werden die Tiere ja nach einer gewissen Zeit ausgetauscht. Ich kann es mir nicht vorstellen und fotografieren ist an dem Karussell auch verboten. Warum nur?

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