Initiative für ein Deutsches Fahrradmuseum in Bielefeld

„Mit seiner Geschichte ist Bielefeld ein hervorragender Standort für ein Fahrradmuseum“, so Gerd Bobermin, Christian Heißenberg, Ulf Blumenstock und Martin Schmelz für die AG Stadtentwicklung der BÜRGERNÄHE.

Deshalb startet die Wähler*innengemeinschaft BÜRGERNÄHE in ihrem Programm zur Kommunalwahl die Initiative für die Einrichtung eines Deutschen Fahrradmuseums in Bielefeld.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich in Bielefeld die Fahrradproduktion und gewann bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zunehmend an Bedeutung. Fast 3 Millionen Räder wurden um 1930 jährlich in Deutschland produziert, davon jedes fünfte in Bielefeld! Zahlreiche national und international bekannte Firmen, wie z.B. Dürkopp, Göricke, Rabeneick, Gudereit oder Rixe hatten ihren Firmensitz in Bielefeld. In den 1950er bis zum Anfang der 1960er Jahre kam es in der Fahrradproduktion sogar zu einem regelrechten Boom und zu einem erheblichen Ausbau der Kapazitäten, bis im Zuge der fortschreitenden „Automobilisierung“ die Fahrradproduktion in eine Krise geriet. Auch in Bielefeld mussten einige traditionsreiche Firmen schließen oder ihre Produktion umstellen. Dennoch haben einige bekannte Firmen ihre Marktposition bis heute verteidigen können und produzieren weiter am Standort Bielefeld.

Nicht nur das Historische Museum, sondern auch weitere private Sammler bewahren regelrechte Schätze der Fahrradgeschichte in ihren Sammlungen auf. Damit lässt sich in einem Deutschen Fahrradmuseums die technische Entwicklung und die gesellschaftliche Bedeutung dieses wichtigen Transportmittels hervorragend darstellen. Auch der Radsport könnte u.a. in Verbindung mit der Bielefelder Radrennbahn einen wichtigen Beitrag leisten. „Nicht zu vergessen sind dabei auch die Bielefelder Radrennfahrer dieser Zeit, die national und international Renngeschichte geschrieben haben“, meint Ulf Blumenstock. „Besonders hervorzuheben ist hierbei Günther Pankoke, der u.a. neben den Siegen bei zwei deutschen Meisterschaften sogar bei der Tour de France und bei der spanischen Vuelta mit Erfolg gestartet ist“.

Ein Deutsches Fahrradmuseum Bielefeld kann so ein integraler und wichtiger Bestandteil der Bielefelder Bildungs- und Freizeitmeile im Osten der Stadt werden und diese erheblich bereichern. Zur Diskussion könnte ein zentral gelegener Standort im Bereich des Kesselbrinks, des Ravensberger Parks oder in der Nähe der Radrennbahn stehen.

„Immer mehr Menschen steigen um aufs Fahrrad. Die Corona-Pandemie beschert Fahrradhändlern einen ungeahnten Boom, der wohl auch in Zukunft weiter anhalten wird“, meint Gordana Rammert, OB-Kandidatin für BÜRGERNÄHE und PIRATEN. „Bielefeld hat mit dem Radentscheid eine Trendwende aufgezeigt. Dadurch wird sich die Radinfrastruktur auch in unserer Stadt erheblich verbessern und das Radfahren einen weiteren Aufwärtstrend erfahren. Auch die Bielefelder Wirtschaft kann von diesem Boom profitieren.“

Interessierte und Unterstützer*innen, welche die Initiative vorantreiben und Fördermöglichkeiten entwickeln wollen, können sich unter info@buergernaehe.de melden.

Siehe auch Bericht vom 10.08.2020 in der Neuen Westfälischen!

Leserbrief zu unserer Initiative für ein Fahrradmuseum

Und noch ein Leserbrief:

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