Bürger*innen-Initiative SICHERE Detmolder Straße:

Wahlprüfstein „Detmolder Straße“

„Die anstehende Entscheidung über die Planung der zwei Hochbahnsteige im Stadtentwicklungsausschuss am 1. September ist für uns ein wichtiger Wahlprüfstein für die Kommunalwahl“, meint Rita Stuke, Sprecherin der Bürger*innen-Initiative SICHERE Detmolder Straße. „Jetzt zeigt sich, ob die politischen Parteien die Mobilitätswende und die Umsetzung der Radverkehrsstrategie wirklich ernst nehmen!“  

„Mit dem Bau der zwei Hochbahnsteige auf der Detmolder Straße an den Haltestellen Teutoburger und August-Bebel-Straße bietet sich die Chance, die Detmolder Straße zumindest im Bereich zwischen Teutoburger Straße und Landgericht für den Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen.“

Heute fahren viele Radfahrer*innen widerrechtlich statt auf der Fahrbahn auf dem Bürgersteig. Diese Missachtung der Verkehrsvorschriften wird aufgrund der jetzigen Fehlplanung sogar von der Polizei toleriert! Die Gefahr für die Fußgänger*innen auf den Gehwegen wird durch die E-Roller zusätzlich erhöht.  

Aus Sicht der Bürger*innen-Initiative SICHERE Detmolder Straße muss jetzt eine Planfeststellung nicht nur begrenzt auf die beiden geplanten Hochbahnsteige erfolgen, sondern für den gesamten Abschnitt der Detmolder Straße zwischen Teutoburger Straße und Landgericht. „Wir fordern, dass zukünftig eine Fahrspur für den Fuß- und Radverkehr berücksichtigt wird und die Straße für Tempo 30 km/h zurückgebaut wird!“

Während der Umbauplanung für die Detmolder Straße war der Bau von Hochbahnsteigen an allen Stadtbahnhaltestellen auf der Detmolder Straße eine zentrale Forderung der Bürger*inneninitiative SICHERE Detmolder Straße gewesen. „Heute zeigt sich, dass die Vorrangstellung des Autoverkehrs in der Bielefelder Stadtentwicklungsplanung kurzsichtig und teurer ist. Die Optimierung des ÖPNVs, sowie der umweltfreundlichen Fuß- und Radverkehre müssen bei allen zukünftigen Planungen Vorrang haben!“

Auch aufgrund des demografischen Wandels gewinnt das Thema Barrierefreiheit im ÖPNV sowie die Nutzung von Fuß- und Radwegen für ältere Menschen weiter an Bedeutung. Die Fußwege auf der Detmolder Straße müssen ausreichend breit sein und Schutzräume für Fußgänger darstellen.

Ein Kommentar

  1. Am 1. September 2020 hat der Stadtentwicklungsausschuss mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und BÜRGERNÄHE beschlossen: „Im Rahmen der Entwurfsplanung wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, inwieweit im Bereich zwischen den Kreuzungen Teutoburger Straße und Landgericht mindestens die Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen (EFA 2002) und die Vorgaben des Radverkehrskonzepts berücksichtigt werden können.“ Dieser Prüfauftrag bleibt hinter unseren Forderungen zurück!

    Leider konnte BÜRGERNÄHE keine Mehrheit dafür gewinnen, der Verwaltung klare Vorgaben für die Neuplanung zu machen, indem im Rahmen der Entwurfsplanung im Bereich zwischen den Kreuzungen Teutoburger Straße und Landgericht mindestens die Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen (EFA 2002) und die Vorgaben des Radverkehrskonzepts berücksichtigt werden sollen!

    Das würde wohl den Wegfall einer Fahrspur für den Autoverkehr zugunsten mindestens 2,60 m breiter Fußwege und die Anlage von Radverkehrsanlagen bedeuten!

    Was nutzt es, wenn der Hochbahnsteig behindertengerecht gebaut wird, aber die Fußwege nicht die für die Begegnung von zwei Rollstühlen erforderliche Breite von mindestens 2,60 m haben?

    Übrigens hat die CDU quasi für den Wegfall der Stadtbahnhaltestelle August-Bebel-Straße gestimmt! Das würde nicht den Ausbau, sondern einen Rückbau des ÖPNVs bedeuten, einseitig zugunsten des Autoverkehrs!

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