Sozialen Wohnungsbau stärken

„Wir brauchen in Bielefeld zeitnah wesentlich mehr geförderten Wohnungsbau“, meint Gordana Rammert, Ratsmitglied für BÜRGERNÄHE. „Möglicherweise erreichen wir das nur durch eine städtische und gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft!

Die von uns in der Paprikakoalition auf den Weg gebrachte Baulandstrategie wird nicht ausreichen, um in Bielefeld den nach wie vor steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken. Die Stadt selbst muss stärker in den Markt eingreifen!“

Baugrund wird immer knapper, Mieten steigen ungebremst. „Wir brauchen auch in Bielefeld wie in Münster ein Konzept für eine „Sozialgerechte und ökologische Bodennutzung. Neben bezahlbaren Bauplätzen für Eigenheime bauchen wir mehr geförderten Wohnraum in sozial gemischten Wohnvierteln.“

Damit dies gelingt müssen Bürger*innen bereits zu Beginn der Planungsprozesse aktiv einbezogen werden. So können sie den Rahmen für städtebauliche Wettbewerbe mitbestimmen und für sie wichtige Faktoren mit einbringen. Wie in Münster sollte auch die Stadt Bielefeld von privaten Flächeneigentümern eine Infrastrukturabgabe erheben und die Sozialbauquote für bezahlbaren Wohnraum in Bielefeld von derzeit 25% auf 40% erhöhen. In Münster liegt diese bereits bei 60%, in Freiburg bei 50%, in Wien bei zwei Drittel. „Dabei wollen wir eine differenzierte Anwendung. In besonders herausgeforderten Quartieren soll die Sozialquote geringer ausfallen, in sozioökonomischen stärkeren Stadtteilen soll sie im Gegenzug erhöht werden, damit die Quote auf die gesamte Stadt gerechnet auf mindestens 40 % steigt. In Quartieren, in denen bislang wenig sozialer Wohnungsbau vorhanden ist, kann die Quote auch auf mehr als 40 Prozent angehoben werden. Das Ziel ist eine bessere soziale Durchmischung der Stadtteile und die Vermeidung zusätzlicher Segregation. 

„Damit wir weniger Flächen versiegeln, müssen wir die innerstädtischen Bereiche verdichten, Frischluftschneisen jedoch erhalten. Wir wollen wie in Münster, dass neue Bauflächen im Innen- und Außenbereich im Verhältnis von mindestens 50 : 50 ausgewiesen werden. Landwirtschaftliche Flächen müssen erhalten bleiben!“

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