Eine Bauruine L712n verhindern! L712n als neue Radschnellwegverbindung?

Die Entscheidung von Straßen.NRW im Herbst 2021 mit dem Bau der ersten Brücken für die L712n beginnen zu wollen passt nicht in die Zusage, dass Straßen.NRW zukünftig die Mobilitätswende fördern werde. Straßen.NRW will bei diesem Thema künftig mit Kommunen, Verbänden oder den Initiatoren von Bürgerradwegeprojekten zusammenarbeiten.

Denn bei Planungen, Bau und Betrieb soll es nicht mehr nur um Straßen für Kraftfahrzeuge, sondern ebenso um Radwege gehen (https://www.strassen.nrw.de/de/projekte/radwege.html). Dafür bündelt jetzt Straßen.NRW seine Expertise beim Thema Radverkehrsplanung und installiert acht Radverkehrsbeauftragte in den landesweiten Niederlassungen.

Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in der Niederlassung in Ostwestfalen-Lippe, sollen das vorhandene Know-how bei der Radwegeplanung bündeln und als Hauptansprechpartner für planerische Fragen beim Thema Radwegebau zur Verfügung stehen.

Ob diese neuen „Exper*innen“ allerdings bestehende, Jahrzehnte alte und längst überholte Planungen und Projekte auf ihre Zukunftsfähigkeit hinterfragen dürfen, ist die Frage. Denn der Bau der L712n ist weder notwendig, noch passt er in die Mobilitätsstrategie der Stadt Bielefeld sowie in die Mobilitätsstrategie Ostwestfalen-Lippe im Rahmen der Regionale UrbanLand. Letztere kommt zu den Schlussfolgerungen für OWL: Die Bevölkerung erwartet flexible Mobilitätsalternativen zum eigenen Pkw. Trendsetter sind vor allem die größeren Städte. Klein-und Mittelstädte sowie der ländliche Raum werden aber folgen. Intelligente, d. h. flexible, vernetzte und gleichzeitig ressourcensparende Mobilitätsalternativen werden gebraucht! (https://www.ostwestfalen-lippe.de/images/Regionale2022/Veranstaltungen/2019.07.03_MobilitaetsstrategieOWL_Reuter.pdf). Also die Trasse der L712n für einen Radschnellweg als Anbindung an den Radschnellweg von Minden-Bielefeld-Gütersloh nutzen?

Jetzt ist die neue Bielefelder Koalition am Zug! Denn nach dem letzten offiziellen Verkehrsgutachten der Stadt, wird es durch den Neubau der L712n eine Zunahme des Verkehrs bis in die Bielefelder Innenstadt geben! Die Stadt Bielefeld muss, wenn sie die Beschlüsse zum Klimaschutz und zur Mobilitätswende ernst nimmt, die Planungsvereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über den Bau der L 712n und den vierspurigen Ausbau der Herforder Straße (B 61) zwischen Rabenhof und Grafenheider Straße kündigen. Da die gesamte Planung auf dem Gebieten der Stadt Bielefeld und des Kreises Herford liegt, sind jetzt beide Städte gefordert, die Umsetzung dieser veralteten Planung zu verhindern!

Sonst sind wieder einmal  wir alle, einschließlich Fridays for Future und Extinction Rebellion gefordert, die Wahrheit über die ökologische Krise offenzulegen, den Klimanotstand ernst zu nehmen, jetzt zu handeln und des sofortigen Kurswechsels zu vollziehen, und eine Bauruine L712n zu verhindern. Für eine Welt, die auch für zukünftige Generationen lebenswert ist!

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