„Schöne Aussicht“ sanieren und erhalten!

„Die Bausubstanz ist marode, nicht mehr zu retten“, sagt Franz-Christoph Borchard in der Bielefelder Presse zum Zustand der Immobilie „Schöne Aussicht“ an der Promenade. Borchard (unter anderem „Lenkwerk“, Eastendtower“, „Stayerie“) und Christoph Buse („Ankergärten“, demnächst „Harms Markt“ in der Altstadt) haben das ehemalige Ausflugslokal im Herbst 2019 gekauft. Das Gebäude soll abgerissen werden.

„Dieses markante und historische Bauwerk soll erhalten bleiben“, meint dagegen die AG-Stadtentwicklung der Wähler*innengemeinschaft BÜRGERNÄHE! „Die Lage des Gebäudes an der Promenade ist in Bielefeld einmalig!“

Die Wähler*innengemeinschaft BÜRGERNÄHE appelliert an die derzeitigen Besitzer der „Schönen Aussicht“, dieses historische Gebäude zu erhalten und zu sanieren! Denn dieser Ort hat eine hohe ideelle Bedeutung für viele Bielefelder! 

Nicht nur in Bielefeld werden ältere Gebäude zu schnell dem Abriss freigegeben. Krasses Beispiel ist das Gebäude der früheren Stadtbibliothek in der Wilhelmstraße. Auch hier wurde der Politik suggeriert, dass das Gebäude abgängig sei und deshalb die Mietlösung im Amerikahaus beschlossen wurde. Auch andere Beispiele wie der historische Vlothoer Bahnhof, der jahrelang absichtlich dem Verfall ausgesetzt war zeigen, dass in den meisten Fällen eine Sanierung und Nachnutzung möglich ist, um stadtbildprägende Gebäude zu erhalten.

Jahrelang wurde das zur Promenade gehörige Gebäudeensemble der „Schönen Aussicht“ offensichtlich dem fortlaufenden Verfall überlassen. 2019 äußerte sich ein interessierter Investor, ihm wäre ein weiterer Leerstand sogar recht, weil das Gebäude bei einem Leerstand noch schneller verfallen würde!

Ein Grund für den aktuellen Zustand liegt wohl auch in fehlenden Aussagen der BZV-Mitte und des Rates, welche Nutzungen an diesem prominenten Ort überhaupt vorstellbar sind. Neben der für Bielefeld einzigartigen Lage am Hang des Teutoburger Walds kommt die eingeschränkte verkehrliche Erreichbarkeit.

„Wir können uns keinen Ausbau der wichtigsten Zufahrtstraße, der Schuberstraße vorstellen. Deshalb müssen Eckpunkte für eine nachhaltige Nachnutzung in der Nähe des FFH-Gebiets Sparrenburg jetzt, vor der Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbs und der Änderung des Bebauungsplans von der Politik beschlossen werden!“

„Wir wollen nicht der Entwicklung tatenlos zusehen, dass solche attraktiven Lagen weiter von Spekulanten in das Eigentum von wenigen finanzstarken Investoren übergehen! Wir stellen uns idealerweise auch zukünftig ein öffentlich zugängliches Haus vor, welches u.a. mit einem Angebot an Gastronomie und Tagungsmöglichkeiten für viele Bürgerinnen und Bürger Bielefelds nutzbar bleibt.“

Aus Sicht von BÜRGERNÄHE könnte dort eine Adresse entstehen, die sich mit ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt, mit lokaler und regionaler Identifikation und in Anbindung an die Sparrenburg. Ein Shuttleservice könnte dabei Verkehrsproblemen an diesem sensiblen Ort vorbeugen.

„Findet der aktuelle Besitzer keine Möglichkeit für eine wirtschaftliche Nutzung, sollte die Stadt Bielefeld aktiv werden! Möglich könnte auch eine Stiftung oder die Gründung eines selbstverwalteten Bürgerfonds sein.“

Deshalb ruft BÜRGERNÄHE dazu auf: „Retten wir die „SCHÖNE AUSSICHT“ für Alle!“. Unterstützungsangebote und Ideen bitte unter buergernaehe@t-online.de .

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