Bitte Petition unterstützen: Konversion im Musikerviertel: sozial und nachhaltig!

Joseph-Haydn-Straße, Johannes-Brahms-Straße, Johann-Sebastian-Bach-Straße, Wilhelm-Raabe-Straße.

In vier Straßenzügen am Rande des Musikerviertels sollen jetzt, nach langem Leerstand und trotz Wohnungsnot, Haus- und Grundstücksverkäufe der ehemaligen Britensiedlung nach dem Höchstgebotsprinzip erfolgen.

Die bundeseigene BIMA (Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten) betrachtet die Angebotspreise als Mindesteinstieg in konkurrierende Bieterverfahren. Damit werden die Menschen mit Durchschnittseinkommen von der Möglichkeit ausgeschlossen, hier wohnen zu können.

Obwohl die ursprüngliche Errichtung der britischen Wohnstandorte mit öffentlichen Geldern finanziert wurde, kommt der Verkaufserlös unserer Stadt Bielefeld in keiner Weise zugute.

Die Exposés für die bereits angebotenen Häuser Wilhelm-Raabe-Str. 39 und 41 sehen ausdrücklich die Möglichkeit vor, die Grundstücke zusammenzulegen und die Häuser abzureißen.

Diese Vermarktungsstrategie der BIMA dürfte richtungsweisend für die Vermarktung der übrigen Häuser und Grundstücke sein, die wohl in diesem Jahr erfolgt. Investorengesellschaften werden sich mit großer Sicherheit für einen Abriss der Häuser entscheiden, weil ohne Verdichtung von knappem Boden Neubauvorhaben nicht mehr zu finanzieren sind.

Die Alternative:

Eine Quartiersentwicklung unter kommunaler Planungshoheit könnte eine soziale Durchmischung für „Normalverdiener“, Förderung innovativer Wohnformen wie selbstverwaltete Wohnprojekte, eine an die Umgebung angepasste Architektur und die Erhaltung des Baumbestands eher gewährleisten als privatisierte Großprojekte!

Wir fordern die Stadt Bielefeld auf, ihr Erstzugriffsrecht auf die Grundstücke zu nutzen und eine soziale und nachhaltige Quartiersentwicklung im Musikerviertel als „öffentliche Aufgabe“ zu sehen!

Hier kann man sich auf einen virtuellen „Walk of Chance“ durch den ehemals britischen Teil des Musikerviertels begeben.

Hier ein Link zur Petition an Herrn Bundeskanzler Scholz und Herrn Habeck, um Bodenspekulation der Bundesregierung in Bielefeld stoppen!

https://weact.campact.de/petitions/bodenspekulation-der-bundesregierung-in-bielefeld-stoppen

Kluger Umgang mit dem Boden:

So gehen andere Städte vor: Die Stadt Tübingen erwirbt die Flächen, um sie in kleinteiliger Parzellierung zu entwickeln (z.B. Konversionsfläche Französisches Viertel) Baugemeinschaften und Bauträger stellen sich im Bewerbungsverfahren dem Wettbewerb der Konzepte.

Die Bewerbungsunterlagen sind mit überschaubarem Aufwand zu erstellen, so wird auch die Beteiligung von privaten Akteuren gesichert. Für die Flächen werden Festpreise angesetzt. Durch kommunale Gremien und die Bauverwaltung wird der Zuschlag vergeben nach dem Beitrag zur sozialen Vielfalt und der Qualität des Quartiers. Es entsteht bezahlbarer Wohnraum und ein familien-, jugendlichen-sowie senioren- und behindertengerechtes Umfeld.

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