SICHER Radfahren auf der Detmolder Straße

Wir fahren sicher auf der Hauptroute für den Radverkehr und
im Regionalen Alltagsradwegenetz OstWestfalenLippe,
(Projekt zur REGIONALE 2022)

am Samstag, den 07. Mai 2022
Start: 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr
am Landgericht

Die Detmolder Straße: ein sicherer, lebenswerter
und vielfältig nutzbarer Stadtraum für alle!

Was ist notwendig, machbar und verträglich?

Die heutigen zwei äußeren Fahrspuren ermöglichen die Realisierung der von der Stadt Bielefeld im Radverkehrskonzept beschlossenen Hauptroute für den Radverkehr und das Alltagsradwegenetz OWL, ein Projekt zur REGIONALE 2022. Damit werden auch der sichere Fußverkehr und die Wohnqualitäten der anliegenden Bewohnerschaft gesichert.

Die Detmolder Straße bleibt vierspurig.

Bei unserer Aktion werden die heutigen äußeren Fahrspuren zur Spur für „langsam fahrende Zukunftsmobilität“. Sie bieten die Möglichkeit zusätzlich zum Radverkehr weitere aktuell erprobte oder zukünftige Alternativen zum Kfz-Verkehr ins Mobilitätskonzept zu integrieren.

Der entscheidende Impulsgeber für die Mobilitäts-wende ist die Fahrradmobilität. Deshalb sollen die äußeren Fahrspuren konsequent als „Protected Bike Lanes“, getrennt von den Hauptfahrbahnen geführt werden.

Flyer zum Download: https://detmolderstrasse.de/wp-content/uploads/2022-04-10-Handzettel-Protected-Bike-Lane.pdf

Detmolder Straße: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg!“

Den Slogan „Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg!“  „leiht“ sich die BürgerInneninitiative SICHERE Detmolder Straße von den Wahlplakaten der Grünen zur Landtagswahl im Mai. Dass ein solches Konzept auch auf der Detmolder Straße schon heute funktionieren kann belegen zahlreich Erfahrungen und Projekte in anderen Städten. Zahlreiche Beispiele, wie die Detmolder Straße im Rahmen des Baus der zwei Hochbahnsteige an den Haltestellen Teutoburger und August-Bebel-Straße neugeordnet und zukunftsfähig gestaltet werden kann finden sich u.a. in der Fachbroschüre „Straßen und Plätze neu denken“ des Umweltbundesamts vom Oktober 2017. Straßen und Plätze neu denken (umweltbundesamt.de)

So wurde z.B. die Bahnhofstraße in Cottbus mit einer Verkehrsstärke von damals 26000 bis 31000 Fahrzeugen pro Tag bereits 2012 zu einer attraktiven Stadtstraße umgebaut. Durch die Neugestaltung des Straßenraums teilen sich Straßenbahn und  der Autoverkehr eine Fahrspur. Dem Rad- und Fußverkehr stehen nun genau so viel Fläche zur Verfügung wie dem ÖPNV- und Kfz-Verkehr. Die Verkehrsbelastung hat sich nach dem Umbau auf 15.400 Kfz pro Tag halbiert, die Zahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle sank nach der Verkehrsfreigabe um 24 Prozent. Die Lärmbelastung (Mittelungspegel) konnte um rund 5 dB(A) auf 60 dB(A) tags und 51 dB(A) nachts gesenkt werden.

Die Straßenbahn fährt voran!

Auch auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kasseler, einer Landesstraße mit 18.000 Kfz pro Tag, überörtlicher Verbindungsfunktion und zugleich eine wichtige Achse für den öffentlichen Nahverkehr mit drei Straßenbahnlinien, teilen sich Straßenbahn und Kfz-Verkehr eine Fahrspur. Sie ist, wie die Detmolder Straße zudem Teil einer Radverkehrs-Hauptroute. Rund 120 Läden, Dienstleister und Gastronomiebetriebe sind ansässig. Eine überbreite Fahrbahn mit Stellplätzen, Fahrbahnen und der Gleistrasse prägte viele Jahre lang das Straßenbild. Die Gehwege im Randbereich wirkten schmal, Radverkehrsanlagen fehlten. Fußgängerinnen und Fußgänger querten auf ganzer Länge ungesichert die Straße, auch zu den in Mittellage angelegten Straßenbahn-Haltestellen. Leerstände und eine hohe Verkehrsbelastung ließen den öffentlichen Raum veröden.

Mit der Umgestaltung des östlichen Abschnitts der Friedrich-Ebert-Straße wurden die Gehwege auf 4 bis 6 Meter verbreitert und mit Betonplatten bzw. Basaltkleinpfaster verkleidet. Frühere „Restfächen“ sind als attraktive Platzbereiche ausgestaltet. Die Gleisspuren und Fahrbahnen für den Kfz-Verkehr wurden zusammengelegt. Die Leistungsfähigkeit dieser Lösung wurde im Vorfeld durch eine Verkehrssimulation nachgewiesen, was die Förderfähigkeit des Projekts nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ermöglichte. Dadurch konnten 1,8 Meter breite Radfahrstreifen (zzgl. Sicherheitstrennstreifen) sowie ein baulich hergestellter, 2 bis 2,2 Meter breiter Mittelstreifen als linienhafte Querungshilfe für die Fußgängerinnen und Fußgänger hergestellt werden.

Die Straßenbahnen sind signaltechnisch bevorrechtigt und durchfahren den Streckenabschnitt als Pulkführer.

Jetzt sind die Bielefelder Verwaltung und Politik gefragt, dass die Detmolder Straße zukunftsfähig neu gestaltet wird.

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